Online-Wissenschaftskommunikation

Das ist für mich ja in vielfacher Hinsicht interesant. Erstens, weil wir mit dem Börsenblatt eine Blog-Kooperation zur verbesserten Buchwissenschaftskommunikation nach außen planen. Zweitens, weil auch die GKP ja eine Form von Wissenschaftskommunikation betreibt - und wir gerade über eine Novelle unserer Internetaktivitäten nachdenken. Und drittens, weil es sich um ein kommunikationswissenschaftliches und damit auch mediensoziologisches Thema handelt.

Im sozlog berichtet Tina Guenther über einen Workshop zur internen Wissen(schaft)skommunikation. Interessant sind insbesondere die Schnittpunkte von interner Kommunikation und solcher nach Außen - etwa in Weblogs, die der Publikation in Fachkreisen dienen, aber auch von interessierten Laien gelesen werden. Wichtig an dieser Stelle: Welche Entlohnungsverfahren gibt es, und wie relevant ist die Gruppe der Leser z.B. der Scienceblogs?

Der durchschnittliche Leser der Scienceblogs ist 34 Jahre jung, hat ein hohes formales Bildungsniveau erreicht, jedoch kein hohes Einkommen, und interessiert sich nicht für Sport.

Welche neuen Herrschaftsstrukturen bilden sich aus diesen an sich ja basisdemokratischen Veranstaltungen mit vollkommen offener (und also störanfälliger und damit strukturierungsbedürftiger) Diskussionsmöglichkeit?

Ersetzt die Währung Vertrauen die diskutierte Modewährung Aufmerksamkeit? Welche Rolle kann Vertrauen im Medium der Wahrheit spielen - insbesondere in postmoderner, konstruktivistischer Wissenschaft? Wieviel Öffentlichkeit man erreicht (und auf welchen fruchtbaren Boden der Öffentlichkeit dieser Samen fallen soll) und ob den alten, abgebauten Herrschaftsstrukturen nicht neue folgen werden, bleibt abzuwarten. Sehr lesenswert!

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2 Comments

  • Hier ist eine Stelle in meinem Text zitiert, die in der ursrpünglichen Version einen Flüchtigkeitsfehler enthielt, den ich mittlerweile korrigiert habe. Richtig muss es heißen: “Der durchschnittliche Leser der Scienceblogs ist 34 Jahre jung, hat ein hohes formales Bildungsniveau erreicht, jedoch kein h o h e s Einkommen, und interessiert sich nicht für Sport.”

  • admin sagt:

    Wird ausgebessert, hatte ich aber auch eigentlich so verstanden.

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