Lange genug herrschte hier Funkstille – bei Cyclopean Citadels wurde den RPG-interessierten Lesern schon ein bisschen neuer Content zugemutet, der Rest lag brach. Das ändert sich: Hanna Hartberger und ich bloggen jetzt bei πάντα ῥεῖ – Alles fließt unter alles-fliesst.com über Medienthemen und besonders die Buchbranche. Wir freuen uns über alle Leser, die mit umziehen!
Wie mehrfach angekündigt, sollen die Seitenhiebe demnächst eingestellt werden. Zwei Foki haben sich herauskristallisiert: Erstens die Medienwelt mit Schwerpunkt Buch, zweitens das schöne Hobby Rollenspiel. Letzterem widme ich mich nun unter cyclopeancitadels.wordpress.com. Der Begriff ist natürlich cthuloid vorbelastet, es soll aber auch um Rollenspiel im Allgemeinen und andere Systeme als CoC gehen – etwa um DSA, SR, SW, DnD und vielleicht auch WoD. Systeme eben, die ich spiele. Hier geht’s zum ersten Post im neuen Blog, einer Art fortsetzender Begrüßung.
Wer diesen Sachen via rsp-blogs.de folgt, wird keine große Änderung feststellen außer beim Namen – um die Aufnahme des neuen Feeds habe ich mich schon gekümmert.
Aus Protest gegen zwei neue US-Internetgesetze will die englische Fassung von Wikipedia morgen für 24 Stunden vom Netz gehen. “Leider wird niemand etwas von unserem Protest bemerken”, klagt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, “wie sollen Journalisten denn darüber berichten, wenn sie kein Wikipedia haben, um zu recherchieren?” (Titanic, wer sonst
Auch wenn die Piratenpartei, Wikipedia, rddit etc. mitmachen – ich halte es da wie Charles Stross:
If this was an American blog, it would be going dark for 24 hours tomorrow in sympathy with the strike against the Stop Online Piracy Act currently before Congress — which might more accurately be named the Rent-Seeking Plutocrats Enabling Act.
But this is not an American blog, I don’t get to vote in those elections (not being American), and meddling in other folks’ internal politics is rarely sensible.
Widerstand ist nötig. Also morgen nicht über leere Seiten ärgern, ohne reddit und co hat man mehr Zeit für anderes … Und wer sich die Zeit vertreiben will, kann in Henry Jenkins Blog zum Thema weiterlesen.
In short, the dominant story of intellectual property is that game developers should make content and players should consume it. And that is right, generally, but it misses out on the potential for players to be creators too. (Gamasutra)
Da offenbart sich doch irgendwie ein Denkfehler – wollen nicht gerade spielende Kunde eher produktiv als rezeptiv wirken?
Die meisten (gerade deutschen) Buchtrailer haben auffallend geringe Clickzahlen. Ausnahmen bilden Bücher von Prominenten, die noch dazu mit einem irgendwie unterhaltsamen Trailer beworben werden – etwa Mittermeiers “Achtung Baby!”. (Nein, ich bin definitiv kein Mittermeier-Fan.) Die Atmo-Trailer, die ansonsten so rumgeistern, halte ich für einen Irrweg, das will niemand sehen, der das Buch nicht eh schon gekauft hat.
Man muss unterhaltsame, lustige oder spannende Videos präsentieren, die die Leute sharen, weil sie sie gut finden und darüber sprechen möchten – so wie diesen Trailer für eine kanadische Buchhandlung:
Buchverlage sind ja nicht dazu da, Papier zu vertreiben. Die Menschen wollen bei ihnen Geschichten kaufen.
Finde ich in diesem Fall aber nicht schlimm, das Video erzählt selbst eine identifikationsfähige Geschichte. Das klingt jetzt, gerade für mich, vermutlich etwas konservativ, aber die grandiose Erfolgs-Story “bedrucktes Papier” darf die Branche auch nicht ganz aus den Augen verlieren.
Die Buchbranche sucht nach Ideen, und dazu wird so eine Art Think-Tank-Initiative des AKEP und des Forum Zukunft im Börsenverein veranstaltet: ProtoTYPE. Und die Resultate sollen Public Domain werden:
Wem gehören am Ende die ProtoTYPEn/Ideen?
Zu Beginn der Veranstaltung in Leipzig wird mit allen Teilnehmern vereinbart, dass alles, was hier entwickelt werden wird, ProtoTYPEn sind, die der Allgemeinheit gehören. Denn diese Art von ProtoTYPEn kann als Voraussetzung für Innovationsprozesse und die Entwicklung von Geschäftsmodellen dienen.
Der Bewerbungszeitraum hat begonnen, und da meine Bachelorarbeit in einer ersten Rohfassung steht, habe ich mich bereits beworben – klingt nach einer spannenden Sache und einer guten Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und dieser liebenswerten Branche auf die Sprünge zu helfen – zu unsere alls wohl.
Auch für meine Leser, die die Rollenspiel-Posts überlesen: Die Seitenhiebe wird es nicht mehr allzu lange geben. Mit dem Bloggen höre ich aber sicherlich nicht auf, vielmehr wird es getrennte Blogs mit jeweils stärkerem Fokus geben. Denn an etwas Zu-Viel-Von-Allem krankten die Seitenhiebe schon seit Langem.
Amazon is continuing to introduce Kindles to more and more countries. The global market is happening. I can’t see a limit. I can’t see a ceiling.
This is no longer a question of choosing between accepting 17.5% royalties from a legacy publisher or doing it yourself. This has now become the best way in the history of mankind for a writer to earn money. It may be one of the greatest ways to ever make money, period.
Schwere Zeiten für die Verlegerindustrie? Oder ein glücklicher Einzelfall?
Und zu diesem Anlass gibt es ein riesiges Gewinnspiel mit zahllosen (teils recht attraktiven) Preisen. Wie man heute bei der Verlosung mitmacht? Man muss über das Posting im Almanach bloggen, twitter, facebooken, googleplussen oder sonstwie sozialmedial berichten. Keine schlechte Idee, um eine möglichst dichte Durchdringung aller möglicher Kanäle zu bekommen und so am Anfang der Aktion nochmal Feuer rein zu bringen.
Und wer es nicht gemerkt hat: Dieser Beitrag in meinem Blog dient vor allem dazu, am Gewinnspiel teil zu nehmen.
PS: Als erste Ankündigung, weil ich schon einmal dabei bin: Die Seitenhiebe wird es nicht mehr allzu lange geben. Aber ich höre sicher nicht auf zu bloggen. Wie das konkret aussehen wird, beschreibe ich demnächst an dieser Stelle. Jetzt widme ich mich erstmal meiner Bachelorarbeit!
Da ich an meiner Bachelorarbeit arbeiten muss, nur zwei kurze Linktipps. Die TP analysiert das Nutzerverhalten und -motivation auf sozialen Plattformen als funktionale Ersatzreligion:
Mehr als 80 Prozent der Facebook-Nutzer haben ihren Klarnamen angegeben. Mark Zuckerberg weiß, warum: Sie teilen gern ihre Informationen. Fast schon ein christlicher Akt, unter Brüdern und Schwestern. [...] Es ist wie in Kafkas “Schloss”. Der Wunsch dazuzugehören, verlangt Hörigkeit. Man begehrt durch einen Klick Einlass und ist schon als Wiederholungstäter erkannt, nun auch per Foto. Und gibt es ein besseres Marketing als die Empfehlung durch unsere Freunde, die den “Gefällt-mir”-Button betätigen?
Und dann ist da natürlich noch der Kopimismus, der dem Diskordianismus und dem Pastafarianissmus den Rang als meine Lieblings-Religion ablaufen könnte. Er ist nun in Schweden eine anerkannte Religion:
Die schwedische Kirche der Kopimisten hat die Behörden im dritten Anlauf davon überzeugt, ihr einen offiziellen religiösen Status zu verleihen. Zwar hat sie nicht die gleichen Rechte wie etwa die großen christlichen Kirchen, aber die Kopimisten gelten nun immerhin als religiöse Gemeinschaft. [...] Die Gemeinschaft betrachtet Informationen als heilig, das Kopieren als Sakrament und Kopierschutz als Sünde. Informationen hätten einen Wert, der sich beim Kopieren vervielfache, glaubt die Gruppe um den Gründer Isak Gerson.